Exposé erstellen

Exposé erstellen

 

Wer einen Verlag für sein Manuskript sucht, kommt um eine klassische Bewerbung nicht herum. Diese Bewerbung besteht aus mindestens drei Teilen.

  1. Anschreiben
  2. Exposé
  3. Vita

Lesen Sie hier, was Sie wissen müssen, wenn Sie Ihr Buch einem Verlag anbieten wollen.

Anschreiben

In der Gegenwart ist das Selfpublishing wohl die meist gewählte Art, sein Buch zu veröffentlichen. Im Gegensatz zum Autor, der sich einem Verlag anschließt, ist der Selfpublisher autonom in der Preisgestaltung und im Marketing. Diese Autonomie bedeutet aber auch, alles selbst zu erledigen.

Das eigene Buch in einem renommierten Verlag erscheinen zu lassen, bringt ebenfalls Vorteile. Das Wer fährt quasi unter einer anderen Flagge mit. Ruf und Profil des Verlages können sich positiv auf die Verkaufszahlen auswirken. Zurücklehnen kann sich der Autor mit Verlagsvertrag aber nicht. Auch Verlage erwarten Einsatz für Marketing und Verkauf. Schließlich wollen alle gemeinsam am Buch verdienen.

Dieser Artikel bezieht sich nur auf Verlage, die keinen finanziellen Einsatz vom Autor fordern. Das sind die Verlage, die das wirtschaftliche Risiko zu tragen bereit sind. Sie zahlen ein Honorar und zusätzlich Tantiemen an den Autor, weil er ihnen sein Werk überlässt. Manche Neulinge müssen auch damit leben, dass sie nur Tantiemen erhalten.

Wer mit dem Gedanken spielt, einen Verlag zu finden, muss sich, wie überall in der Arbeitswelt an bestimmte formale Bedingungen halten.

Es geht darum, sich mit seinem Buch zu bewerben. Eine Bewerbung enthält in der Regel ein Anschreiben, ein Exposé und unter bestimmten Bedingungen entweder eine Leseprobe oder bereits das fertige Manuskript. Manchmal ist es auch ratsam, einen Kurzlebenslauf beizufügen.

In diesem ersten Teil geht es um das Anschreiben.

Hier gilt auch in der kreativen Branche: Die Form muss stimmen. Auch die Buchwelt gehört zur Wirtschaft. Daher empfehlen die meisten Fachleute ein Anschreiben ähnlich wie ein Bewerbungsanschreiben. Dieses Anschreiben zu erstellen bringt einen großen Vorteil für den Schreiber. Während der Arbeit am Anschreiben werden viele Fragen zum Buch gestellt, die vorher gar nicht auftraten.

Anschreiben Aufbau:

  • Briefkopf und Datum
  • Betreffzeile ohne das Wort Betreff, fett gedruckt
  • Persönliche Anrede (Nicht „Sehr geehrte Damen und Herren“)

Ein Autor sollte schon wissen, wen er ansprechen will. Die Information bekommt man notfalls per Telefon in der Zentrale des Verlags.

Im Textteil, der eine Seite nicht überschreiten soll, sollte der Leser erfahren, warum Sie genau diesen Verlag ausgewählt haben. Beschreiben Sie, wie Ihr Buch in das Verlagsprogramm passt. Gehen Sie auch auf andere Titel im Programm ein.

Das Rundschreiben nach dem Motto „Egal welcher Verlag, Hauptsache mein Buch wird angenommen“ ist keine Option.

Bevor Sie das Anschreiben verfassen, beantworten Sie für sich selbst die folgenden Fragen:

  • Warum passt mein Buch in dieses Programm?
  • Welche ähnlichen Titel konnte der Verlag erfolgreich präsentieren?
  • Wie passt mein persönliches Engagement zum Verlag?
  • Welche Zielgruppe spreche ich an?

Liefern Sie Argumente.

Das Anschreiben sollte übrigens in Schriftgröße 12 mit einem Zeilenabstand von 1,5 verfasst sein. Das lässt sich besser lesen. Nutzen Sie eine Schrift mit Serifen. Bleiben Sie kritisch sich selbst gegenüber. Immerhin werden laut Aussage von Verlagsmitarbeitern fast 80 Prozent der Autoren abgelehnt, weil schon das erste Anschreiben nicht korrekt ist. Es ist schade, wenn ein wirklich gutes Manuskript niicht zum Leser kommt, weil der Autor die Formalien missachtet hat.

Zur Vorbereitung lohnt sich, auch Infos zum klassischen Bewerbungstraining zu lesen, die Anschreibeformen unterscheiden sich kaum.

Exposé

Das Exposé darf mehrseitig sein. Ein Deckblatt mit dem Arbeitstiel macht sich als erste Seite des Exposés immer gut.

Die folgenden Daten eröffnen das Exposé. Sie sollten tabellarisch dargestellt sein.

  • Autor inklusive Anschrift und Kontaktdaten
  • Arbeitstitel
  • Genre
  • Geplanter Umfang
  • Geplante Fertigstellung

Jetzt hat der Redakteur bereits einen allerersten, kleinen Überblick. Unter Umständen erkennt er, dass für das genannte Genre noch Titel im Verlagsprogramm fehlen oder das dieses Segment schon vollkommen überlaufen ist. Hier entscheidet sich, wie offen der Verlag für Ihr Angebot ist.

  • Idee: Hier ist ein Fließtext erforderlich. Etwa 70 bis 100 Wörter sollten ausreichen, um die tolle Buchidee packend zu schildern. Bitte keine Inhaltsbeschreibung!
  • Vorläufige Inhaltsangabe
  • Zielgruppenanalyse: Wieder im Fließtext, wer sind die Leser, was macht die Zielgruppe aus, wie groß ist die Zielgruppe, wie wird die Zielgruppe angesprochen?
  • Wettbewerbsanalyse: Fließtext mit Konkurrenztiteln, Beschreibung der Einzigartigkeit Ihres Titels und aktuellem Bezug.
  • Vermarktungsstrategie: Wieder Fließtext, Verkaufsargumente, Marketing-Instrumente (Lesungen, Events, Multiplikatoren etc.)

An das Exposé schließt sich eine Leseprobe von etwa 10 bis 20 Seiten an. Sie können im Internet oder per Telefon recherchieren, wie der betreffende Verlag es gern haben möchte.

Während Sie das Exposé erstellen, werden Sie selbst merken, ob Ihr Buch wettbewerbsfähig ist. Die Überlegungen zur Zielgruppe und zum Wettbewerb sind für Autoren sehr wichtig, weil sie dabei helfen, das Selbstbild und das Weltbild zu reflektieren.

Nutzen Sie für das Exposé die gleiche Schrift wie für das Anschreiben. Verzichten Sie auf Bilder und Fotos, das ist nicht die Aufgabe eines Verlagsautors. Eine Ausnahme können Sie machen, wenn Sie ein Buch mit eigenen Illustrationen anbieten möchten. Schreiben Sie das ins Exposé unter dem Stichwort „geplanter Umfang“.

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Liebe Frau Glaschke,

danke für das Exposè. Es ist einfach nur wunderbar. Wenn ich das Buch nicht geschrieben hätte, hätte ich große Lust es zu lesen. :-)
Das wird ein großes Werk. Jetzt glaube ich es noch mehr als zuvor. Schön, dass wir zusammengefunden haben. (Manfred Kremer, Heilpraktiker und Autor)

 

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